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The Psyke Project

The Psyke Project, eine der fünf besten Metallbands Dänemarks, wie sie selbst behaupten, spielten am 20.09. in Helsingoer. Helsingoer ist die Stadt, in der sich die Band mit Sänger Martin Nielskov zusammenfand und hin und wieder der Treue ihrer Heimat zu liebe einen Gig geben vor geladenem Publikum, zu den ich mich auch zählen durfte. Ihre meiste Zeit verbringen sie allerdings in der Hauptstadt Koebenhavn, weil dort mehr los ist und ein größeres Publikum anzutreffen ist. Die Band gilt hierzulande noch als unbeschriebenes Blatt, trotz Nominierung bei die Danish Metal Awards.

Nach 2003 “Samara” und 2005 “Daikini” erschien am 27. Juni 2008 das Drittwerk der Kobenhagener- “Apnea”, zu deutsch: Atemstillstand unter dem Label Lifeforce Records. Verantwortlich dafür ist niemand geringeres als Tue Madsen in seinem Antfarm Studio, der als Spitzenadresse für Aufnahmen dieser Musikrichtung gilt.
Atemstillstand, das beschreibt, wie ich mich gefühlt habe nach Verstreichen der ersten 2 Minuten des ersten Songs des Albums. Klare Strukturen, saubere Klänge lassen nicht viel erahnen, doch sie weichen dem Gebrüll von Martin, der nicht ohne Grund mit Jacob Bannon verglichen wird. Hinzu kommen schnelle Prügelpassagen am Schlagzeug durch Rasmus, die in tiefe Breaks führen.

Die ungekrönten Könige des skandinavischen Post-Metal Cult of Luna können The Psyke Project zwar nicht von ihrem Thron stoßen, doch legen sie mit “Apnea” sicherlich bereits eine Hand auf die Lehne. Auf der kleinen Bühne im Musiktheater Helsingoers mit kleinen Umbauarbeiten nach der Vorband und Warten auf Mutti (ohne Witz) ging es dann los. Viel dänisches Genuschel. Hin und wieder verständlich auf Englisch “our guests from Germany”. Wir waren die Attraktion des Abends. Zumindest in den Pausen.

Dann die harten Klänge, als sie ihr neues Album spielten mit einer Akkustik klar wie vom Band, kein Rauschen, nichts davon deutete darauf, dass man gerade Metal hörte, so wie ich es kannte außer von Metallica vielleicht noch. Dazu gingen mehrere 14 Jährige ab, als gäbe es keinen Morgen mehr.
Der Abend war genial, wenn es auch eine gewisse Zeit brauchte, bis das Piepen aus den Ohren verschwand, doch die Gespräche Backstage und die Aftershowparty im Comedy Zoo in Kopenhagen taten ihr Übriges, um von der Echtheit der Band überzeugt zu sein.

Hoffentlich können sie im nächsten Festivalsommer auch auf großen Bühnen ihr Können zeigen, 2007 hat es nur für das “kleine” Zelt auf dem Roskilde Festival zur Mittagszeit gereicht. Aber immerhin. Nicht jede Band kann von sich behaupten, bereits auf dem Roskilde gespielt zu haben. Die Uhrzeit ist da eher nebensächlich. Die kabelblume wünscht The Psyke Project jedenfalls viel Glück auf ihrem weiteren Weg.

thepsykeproject.dk
myspace.com/thepsykeproject


(dani L.)

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