Disney’s Eine Weihnachtsgeschichte | 3D Film
Fast ganz eingemurmelt sitze ich am Freitagnachmittag in meinem IMAX-Kinosessel und warte schon sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken. Fehlt nur noch der Glühwein und Lebkuchen. „Schon beeindruckend, diese große Leinwand”, denke ich so bei mir. Dann geht’s los – die ersehnten Weißröckchen.

Regie: Robert Zemechis
Land: USA
Laufzeit: 96min
Start: 05. 11. 2009
Ganz dicht die Flocken. Aber ich weiß ja: ist alles nur ein Trick. Ich hab ja die 3D-Brille auf. Wir fliegen über die schneebedeckte Weihnachtslandschaft, sehen die Menschen unter uns und durchfliegen wie Geister die Wände der Häuser. Das sollte für heute nicht der letzte Flug bleiben, wohl aber der angenehmste.
In Disney’s „Eine Weihnachtsgeschichte”, nach der Romanvorlage von Charles Dickens, spielt Jim Carrey einen griesgrämigen alten Mann namens Scrooge, dem nichts lieb ist außer seinem Geld. Auch oder, wie es scheint, gerade an Weihnachten, dem Fest der Liebe, lässt sich sein kaltes Herz nicht erweichen. Doch eines Heilig Abend wird Scrooge von dem Geist seines verstorbenen Geschäftpartners heimgesucht, der nun die schweren Ketten seiner Sünden aus Lebzeiten tragen muss. Mit ihm werden drei weitere Geister kommen. Sie sollen dem alten Griesgram die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnachten zeigen, um ihn noch einmal zu einem warmherzigen Mitmenschen zu machen und ihn vor einer Qual wie der seines Freundes zu bewahren.
Auch wenn man von Jim Carrey nicht wirklich viel bemerkt, beeindrucken die realitätstreuen Mimiken der animierten Figuren. Doch leider fehlt ihnen an charakterlicher Tiefe. Zu sehr konzentriert sich der Film auf die Raffinessen der animierten 3D-Technik. Jedoch mit Erfolg, muss man zugeben. Die rasend schnellen Irrflüge durch die Lüfte, das Auf und Ab, Hin und Her sind im wahrsten Sinne des Wortes schwindelerregend. Zwischendurch musste ich sogar kurz die Augen schließen, um der drohenden Übelkeit zu entgehen – ähnlich wie in einer Achterbahn. Schade, dass somit die zauberhafte Weihnachtsgeschichte Dickens etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Im Gedächtnis bleiben nichtsdestotrotz schöne Bilder, beeindruckende Animationseffekte und vielleicht doch auch ein wenig Weihnachtsvorfreude. Nur war ich froh, dass ich zum Glück doch kein Glühwein und Lebkuchen zum Naschen hatte.

(beatrice.b)

















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