Friendship | Road Movie
Seit dem 14. Januar läuft ein eher selten gesehener deutscher „Road-Movie” in den Kinos. Die Story ist klar: zwei junge Burschen, gerade dem Nest mütterlicher Wärme entflogen, machen sich auf eine lange Reise, auf der sie nicht nur viele Abenteuer erleben, sondern eben die Zeit ihres Lebens verbringen. Sie sind natürlich beste Freunde, schon aus frühester Kindheit, und sie werden auf eine harte Probe gestellt, wachsen dadurch jedoch - gernretypisch - noch enger zusammen. Um dem ganzen einen deutschen Anstrich zu verpassen, findet sich diese Junge-Männer-Geschichte in der unmittelbaren Nachwendezeit wieder.
Unsere beiden Helden sind Tom (Matthias Schweighöfer) und sein bester Kumpel Rob (Paul David Anthony). Tom stand schon immer mit seinem - nun ehemaligen - Vaterland in einem eher schwierigen Verhältnis. Rob ist im Gegensatz zu Tom viel verschlossener. Schon seit sie sich kennen, hat Rob seinem besten Freund immer erzählt, er habe keinen Vater, obwohl dieser ihm jedes Jahr zum Geburtstag eine Karte schickt - und zwar aus San Francisco. Da die Mauer nun ja Geschichte ist, will Rob seinen Vater endlich wieder sehen und an seinem Geburtstag genau vor jenem Postamt warten, von dem jedes Jahr die Postkarten abgeschickt werden.
Und Tom möchte einfach mal am westlichsten Punkt der Welt sein. Mit immer wieder ausgehendem Budget schlagen sich die zwei Pioniere per Anhalter durch die Vereinigten Staaten. Dabei treffen sie auf ein junges Mädchen mit deutschen Wurzeln, die sie ein Stück begleitet und eben diese Männerfreundschaft auf die erwähnte Probe stellt.

„Friendship” liegt nicht schwer im Magen, haut aber auch nicht um. Vieles ist vorausschaubar, die Klischees, den sich der Film bedient, schon lange ausgelutscht. Doch trotzdem macht „Friendship” Spaß und die gewisse Leichtigkeit, mit der uns der Film immer wieder zum Lachen bringt, lässt uns gerne nochmal auf diese schon all zu oft gesehene Reise gehen und sie genießen.
Regie: Markus Goller
Land: Deutschland / USA
Laufzeit: 108 min
Start: 14. 01. 2010
(beatrice.b)























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