Shut Up and Dance Reloaded│Techno Ballett
Nicht der Sinn des Lebens, vielmehr das Leben an sich und das eigene Selbst stehen im Mittelpunkt einer neuen Produktion des Staatsballetts Berlin. Was mache ich mit meinem Leben und was macht das Leben mit mir? Ob im leidenschaftlichen Für- und Miteinander einer Beziehung, bei der es darum geht den anderen, aber vor allem sich selbst nicht zu verlieren oder das stetige Kommen und Gehen im ewigen Fortlauf des Lebens, die einzelnen Ereignisse und Personen, die wie Wassertropfen in einem See in unserem Kopf verschmelzen.
All das sind Themen, mit denen sich die sieben Choreographen bei Shut Up and Dance Reloaded auseinander setzen und ihre eigene Lebensphilosophie mit dem Medium Tanz ausdrücken. Die jungen Sieben sind in diesem Jahr Martin Buczkó, Sebastian Nichita, Tim Plegge, Kathlyn Pope, Nadja Saidakova, David Simic und Xenia Wiest, die mit den Tänzern des Staatsballetts einzelne persönliche und zum Teil sehr experimentelle Choreographien entwickelten, die berühren, zum Nachdenken anregen und manchmal einfach verzaubern.
Das Projekt des Staatsballetts Berlin startete im Jahr 2005 und wiederholte sich 2007 im legendären Elektronik-Club Berghain. Elektronische Musik ist auch in diesem Jahr ein großes Thema bei Shut Up and Dance. So befasst sich Kathlyn Pope im Eröffnungsteil mit den Anfängen der elektronischen Musik bis sich im zweiten Teil der Aufführung Nadja Saidakova ganz der modernen E-Musik widmet. Für ihr Stück„Egopoint” arbeite sie eng mit dem bekannten DJ Luke Slater zusammen. Gemeinsam erschaffen sie ein Stück in dem sich alles um die innere Balance, die eigene Mitte dreht, die jeder einzelne ständig umkreist und sucht, sie jedoch nie ganz erreichen wird. Das Leben geht immer weiter, es rennt sogar und somit wir auch. Menschen tauchen ein in den See in unserem Kopf. Manche von ihnen müssen wir verlassen, weil wir uns sonst selbst verlieren. Mit allem, was geht, kommt etwas Neues und umgekehrt. So bringt uns das Leben immer wieder aus dem Gleichgewicht und bildet doch so das Zentrum, um das sich alles dreht.
Komische Oper
15./23. Januar
03./08. Februar
30. Mai
07./08./28. Juni
08./10./11. Juli
staatsballet-berlin.de
(beatrice.b)






















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