Erzähldochmal… mit Langstreckenläufer
Pünktlich zum Album-Release und zum Tourtstart haben sich die Jungs von Langstreckenläufer ein paar Minuten Zeit genommen und uns unseren Kabelblume Fragebogen Erzähldochmal… beantwortet, was sie zu berichten hatten, das kommt jetzt:
1. Wenn du nach rechts schaust – was siehst du?
Michael: Die Schräge meiner zu kleinen Dachgeschosswohnung.
Hagen: Allerlei blöde Autoritäten und falsche Freiheitsverfechter. Sonst auch: die Kochnische meiner Wohnung.
Lennart: Einen Vorhang.
Philip: Die hässlichste Lampe der Welt.
2. Was ist dir peinlich, wenn du an deine Jugend zurückdenkst?
Michael: Lederjacken und zerrissene Jeans, aber auch nicht wirklich.
Hagen: Das ich nicht immer die richtigen FreundInnen hatte & mich nicht immer die Richtigen zum Freund.
Lennart: Mit ca. 14 Jahren trug ich Palituch. Furcht- und unvertretbar.
Philip: Fällt mir gerade nichts zu ein.
3. Welches Kindheitstrauma verfolgt dich bis heute?
Michael: Magier und Zwerge.
Hagen: Seltsame Begebenheit aus meiner Kindheit: Stille und Leere abends im Bett, das Zimmer drum herum dunkel. Die Buchstaben meines Buches erschienen mir veränderlich, mal riesengroß, übernah, dann wieder furchtbar klein, als wäre ich sehr weit entfernt von ihnen, dies kombiniert mit der Angst vor einer vorhandenen, aber unsichtbaren Figur, die ich später immer als eine Teufelsgestalt interpretierte. Als Gegenmittel probierte ich grössere Mengen Puderzucker aus dem Küchenschrank.
Lennart: Meine Kindheit.
Philip: Ein Sprung vom Hochbett, nach einem wunderschönen Traum.
4. Hast du neben der Musik einen normalen Job gelernt?
Michael: Noch nicht, aber kann noch werden.
Hagen: Weder noch.
Lennart: Da schließe ich mich Michael an. Gute Idee, zumindest, wenn’s was mit Musik zu tun hat.
Philip: Nein.
5. Hast du Angst vor einem Instrument?
Michael: Frauen, die Schlagzeug spielen.
Hagen: It’s the singer, not the song, die Instrumente spielen sich ja auch nicht von selbst.
Am ehesten die Kirchenorgel oder die Kriegstrompete.
Lennart: Chimes. Eine furchtbares Instrument, dessen Sinn sich mir einfach nicht erschließen will.
Philip: Alp(en)horn.
6. Welchen Tanzstil pflegst du? Tanzt du überhaupt?
Michael: Rumba.
Hagen: Eher ehemals. Von Shoegazer bis frenetisch.
Lennart: Tanzen ist großartig. Man kann mich dort tanzenderweise antreffen, wo zum Beispiel The Smiths, Belle & Sebastian, Pulp und New Order laufen, aber auch mal Sachen wie z. B. Supersystem oder Los Campesinos! Und wenn’s aktueller sein soll: The Pains of Being Pure at Heart und Cats on Fire. Dementsprechend sieht das dann aus. Locken könnte man mich auch mit Fanfarlo, Je Suis Animal oder My Sad Captains. Die legt aber niemand auf. Denn diese Welt ist eine schlechte Welt.
Philip: Hip Hop Crunkstyle! Yeah!
7. Welcher Song treibt dir die Tränen in die Augen?
Michael: Fiese Filmmusik zu fiesen Filmen.
Hagen: Silver Jews “Random rules”, Beach Boys “I just wasn?t made for these times”.
Lennart: Blonde Redhead “For The Damaged Coda” (vom Album „Melody of Certain Damaged Lemons”)
Philip: Method Man “You`re all i need”
8. Welche Dinge müssen immer und überall dabei sein?
Michael: Schlüssel, Portemonnaie.
Hagen: Währung und Ausweispapier.
Lennart: Schlüssel sowie Notizbuch, Kugelschreiber, Buch oder Zeitschrift, Musikabspielgerät.
Philip: Zigaretten und Schuhe.
9. Entscheide dich: Tape, CD, Vinyl oder MP3?
Michael: MP3.
Hagen: Vinyl, obwohl stark im Hintertreffen. Weil damit das Sammeln begann,
das Auflegen heutzutage fast schon aufwendig anmutet und die Cover-Grösse unschlagbar ist.
Lennart: Von mir aus auch Tonband, Schallfolie oder Schellack. Aber wenn man sich denn nun entscheiden müsste: Vinyl.
Philip: Vinyl.
10. Womit reist du am liebsten – Kanu, Tandem oder Tretroller?
Michael: Ganz eindeutig: Kanu.
Hagen: Tretbares Kanu-Tandem.
Lennart: Kanu und Tandem müsste ich erst noch ausprobieren, diese Entscheidung wurde mir also abgenommen. Glück gehabt.
Philip: Kanu.
11. Besitzt du ein pinkfarbenes Kleidungsstück? Wenn ja, welches ist es?
Michael: Nein, aber ich kenne jemanden der sich gerade eine pinke Gitarre gekauft hat.
Hagen: Verfärbtes Unterhemd.
Lennart: Socken, die aber sind geringelt.
Philip: Boxershorts, obwohl nee, hab ich gestern weggeschmissen, weil Gummizug kaputt..
12. Was ist das perfekte Haustier für dich?
Michael: Der treue Hund, wer ist sonst schon treu?
Hagen: Die Katze.
Lennart: Lieber gar keines. Oder aber: Tamagotchi.
Philip: Ein Chinchilla der tags aktiv ist.
13. Worüber denkst du nachher nach?
Michael: Über zu viel.
Hagen: Kann ich mir noch nicht denken.
Lennart: Oh, Musik, schätze ich mal. Und Rechtschreibung (im Zusammenhang mit http://tep.blogsport.de/). Außerdem über die Schlechtigkeit der Welt (niemand legt Fanfarlo, Je Suis Animal oder My Sad Captains auf.)
Philip: Einen neuen Job suchen.
14. Tee oder Kaffee?
Michael: Morgens Tee, nachmittags Kaffee, außer in Ausnahmesituationen.
Hagen: Wenn überhaupt, grünen Tee.
Lennart: Kaffee in beinahe nicht mehr zu verantwortender Menge, wenn’s kein Filterkaffee ist. Der nämlich ist neben der fehlenden Bereitschaft, Fanfarlo, Je Suis Animal oder My Sad Captains aufzulegen, ein Beweis für Schlechtigkeit der Welt. Pfui, Filterkaffee, Schande über Dich!
Philip: KAFFEE!!
myspace.com/langstreckenläufer
(schommsen)

















Kommentar verfassen