Boykottiert die Popkomm
Auch wenn der Aufruf wohl zu spät kommt, so haben kommende Generationen die Chance etwas zu bewegen und die Welt vor der totalen Kapitalübernahme zu retten. Darum hört nun und auch in der Zukunft genau zu:
Wenn ihr mal wieder wider allen konsumgesteuerten Meinungen etwas machen wollt, boykottiert die Popkomm.
Keine andere Veranstaltung vermag in dieser Arroganz im Vornherein jegliche Unabhängigkeit und Freiheit zu ersticken und schmückt sich so harsch mit der Artenvielfalt der versklavten Künstler.
Ausgeklammert in diesem Kommentar sind Meinungen über akkreditierte Selbstdarsteller, die auch bei dieser Popkomm wieder durch Berlin laufen, ihren Popkomm-Pass um den Hals baumelnd präsentierend und ihre heißen Popkommtaschen der Vorjahre angeberisch zeigen und sich im Lichte der Veranstaltung sonnen.
Überhaupt das Licht – es wirft viele Schatten. Es gibt viel Licht auf der Popkomm, aber außer eines großen Marktes für Promo-CDs, Connectionaufbauten und Konzerte ambitionierter Musiker, die relativ wenig von der Aufmerksamkeit des Fachpublikums erhaschen können und daher von der ersten Note an auf verlorenem Posten stehen, kann man den Quatsch total vergessen.
Wer schon einmal einen Showcase gespielt hat, weiß wovon ich rede. Zuviel Presse und Fachpublikum im Saale sind eine Qual!
Die Stimmung stirbt bevor sie geboren wird und der Künstler leidet. Die Popkomm ist quasi ein Showcase-Marathon.
Wer sich im Laufe des Jahres nicht zu Konzerten bewegt, kann auch sein Selbstdarstellertum vor und hinter der Bühne einstellen und zu Hause bleiben.
Macht die Popkomm tot, spart euch die Gratispromos und Akkreditierungspässe und geht dafür ins Kino. Es gibt auch dort Geschmackvolles für’s Auge, z.B. “Zusammen ist man weniger allein”.
(tetze)

















jawoll, rischtich so !
wahnsinn, hier herrscht ja doch ein funken subversion! danke für diesen beitrag.