Architecture In Helsinki »Places Like This«
Neongelbes Bling Bling (Bling Bling) in Baströckchen (w) und Hawaiihose (m)
Von der Arbeits- und Herangehensweise dieses popkollektivistischen Etwas konnte man sich ja bereits bei der Deutschlandtour im Frühjahr/ Sommer überzeugen oder es zumindest versuchen und schon hier fragte ich mich: Haben die eigentlich schon mal geübt oder sucht sich einfach jeder das Instrument aus, das farblich am besten zu seiner Halskette passt und drischt dann so lange auf ihm herum, bis ihm ein anderes in den Weg kommt? Dazu kommen wilde Ausdruckstänze und Gesang, der dem Wort Geschrei gerechter wird. Eine Explosion des Gute- Laune- Lärms. Entweder man macht mit und vergisst, dass man gerade noch bedrückt war vom Ernst des Lebens oder man ist eben eineinhalb Stunden lang unheimlich genervt; davon, dass diese Menschen sich erlauben, einfach so fröhlich zu sein.
Ein bisschen geordnet hat man sich und seine Spielweise schon für die neue Platte, Hitqualitäten im Stil von “It’s 5!”, dem Übersong des Vorgängers “In Case We Die”, sucht man aber vergebens. Es kreuzen sich zwar allerlei wilde und südseeeske Rhythmen, dies aber immer so wild und südseeesk, dass der Zugang zur Melodie irgendwo zwischen Steeldrum und Bongo baden geht. Ein netter Versuch also und auch durchaus begrüßenswert, dass man sich hier nicht in Emoness und Selbstmitleid sonnt und überhaupt… vielleicht liegt es einfach an mir.
Ich höre keine Platte des Sommers, ich höre keine Hits, ich höre kein Melodrama und keine wirkliche Aussage. Außer: CrashBoomBang, HalliGalliDrecksauParty (natürlich nicht auf dem Nicht- Niveau eines DJ Ötzi, das ist schon klar!).
Interessant wäre vielleicht noch zu erwähnen, welches Genre mein Musikprogramm anzeigte, als ich diese CD einlegte: Children’s Music.
(VÖ: 10.08.2007 / V2 Records / Universal)
Homepage: www.architectureinhelsinki.com
Myspace: www.myspace.com/aihmusic
(molllastig)

















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