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Bratze »Kraft«

bratzecover.jpgBratze, was für ein Kraftausdruck! Dieses Wort kann man nicht einfach nur so dahinsagen, ganz im Gegenteil, es bahnt sich stets seinen Weg mit einer gewissen Wucht und harten Betonung. Man schmettert es regelrecht dahin. Genauso energiegeladen wie der Name des neuen Hamburger Electrotrash Duo-Projekts, bestehend aus ClickClickDecker Kevin Hamann und Der Tante Renate Norman Kolodziej, präsentiert sich auch ihr Erstlingswerk “Kraft“.

[mp3 url="http://www.bratze.eu/media/Bratze%20-%20Jean%20Claude.mp3"]Bratze – Jean Claude[/mp3]

…willst du brüllen oder schweigen,

willst du den Rausch oder den Verzicht,

gehen oder bleiben,

willst du es haben oder nicht,

ab hier jetzt keine Kompromisse mehr…

Diese Zeilen aus dem zweiten Song, “Im Auge des Lachs“, einer meiner persönlichen Lieblingssongs des Albums, beschreiben sehr gut den emotionalen Background der Platte. Bratze sind über weite Strecken laut, hart und kompromisslos. Es gibt keine Regeln, keinen roten Faden. Ein wildes Chaos in das man sich stürzt und sofort mitgerissen wird. Wer im Fall von Kevin Hamann melodisch ruhige Sing- and Songwriter Musik erwartet, dem knallen die Songs nur so wie Ohrfeigen um die Lauschlappen.

Doch wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit der beiden Solokünstler? Angefangen hat alles 2006 nach einem Gig im Kühlhaus in Flensburg. Kevin und Norman lernen sich kennen, finden sich auf Anhieb sympathisch, treffen sich erneut, heben ein paar Bier zusammen und spielen “Jean Claude“ ein. Dieser erste geniale Song geistert von da an durch die hiesigen Musikblogs dieser Welt und macht vielen Leuten und vor allem auch den beiden Protagonisten Lust auf mehr. Soviel mehr, dass nun “Kraft“ kurz vor der Veröffentlichung steht.

Nach den ersten Hörproben stellt sich das Album als äußerst facettenreich dar. Neben ruhigeren, melodischen Songs wie “Jean Claude“ oder “Der Atem des Phoenix“, die noch ein wenig an ClickClickDecker nur mit starker elektronischer Untermalung erinnern, gibt es dann wieder Tracks wie “Attok Zoback“ oder “Aggressor“, die ganz ohne Gitarre auskommen und dank Norman Kolodziej TechnoRave vom Feinsten präsentieren. Und auch Kevin Hamann hört man ungewohnt mit verzerrter Stimme und energischem Tonfall.

Die Stärke des Albums liegt darin, dass es kaum schwache Songs gibt. Jedes Stück ist einzigartig und überaus hörbar. Besonders herauszuheben wäre vielleicht noch “Hightowers Herz“ der sich sofort ins Gehör frisst und dort als Ohrwurm sein Unwesen treibt. Als etwas schwächer empfand ich dafür “Lundgren“.

Alles in allem hat man aber das Gefühl Bratze wollen mit ihren Songs einfach mal so richtig die Sau raus lassen. Die CD wirkt wie ein musikalischer Befreiungsschlag, mal was Neues, Aufregendes. Doch eins wird nach dem ersten Hören des Albums auch sofort klar. Diese Platte kann man nur laut genießen. Man möchte am liebsten gleich in den nächsten Club rennen, die beiden live erleben und einfach mit ihnen durchdrehen.

Tracklist:

#1 Dudikoff

#2 Im Auge des Lachs

#3 Hightowers Herz

#4 Aus Frust

#5 Der Atem des Phoenix

#6 Jean Claude

#7 Aggressor

#8 Kaschinski

#9 Attok Zoback

#10 Lundgren

#11 J.C. (Juri Gagarin rmx)

(VÖ: 19.10.07 Audiolith Records / Broken Silence)

Tourdaten:

25.10. Berlin EelPie
26.10. Leipzig Connie Iland
27.10. Hamburg Hafenklang Exil
02.11. Flensburg Volxbad
03.11. Rostock Cafe Momo
08.11. Köln Stereo Wonderland
09.11. Münster Amp Fiebertanzparty
10.11. Göttingen Cafe Kabale
13.11. Trier Ex Haus
14.11. München Sunny Red
15.11. Würzburg Cafe Cairo
16.11. Hannover Kulturpalast Linden
17.11. Bielefeld Falkendom
14.12. Dortmund Suite 023
15.12. Braunschwg Nexus

Offizielle Bratze Homepage

myspace.com/bratzebratze


(skywalker)

  • Keine(r)
  • 1 Kommentar

    1. heute abend kann man bei der neosphaere ein kleines interview mit herrn hamann hören. wenn alles gut geht ist es ab heute nacht dann auch noch online zu hören.

      also neosphaere einschalten in greifswald und umgebung 20-22 uhr auf 98,1 mHz auf radio 98eins.

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