ClickClickDecker »Den Umständen entsprechend«
Umstände. Wenn ich so über das Wort nachsinne, fällt mir doch auf, wie negativ behaftet es ist. Bezeichnet man Dinge als Umstände, dann sind das oft be- oder erschwerende Hindernisse oder Schwierigkeiten. Wenn der “Wie gehts?-Wortwechsel” lautet : “Wie geht es dir? ” “Den Umständen entsprechend.” , so hat es der Antwortende auf floskelhafte Weise vermieden, seine Sitution zu konkretisieren.
Kevin Hamann, als ClickClickDecker, vermeidet es zu konkretisieren. Auf seinem dritten Album knüpft er unmittelbar an die alten Alben an und bleibt textlich abstrakt, ohne sich zu wiederholen. Liebenswürdig vorgetragen wird persönliche Befindlichkeit, im eigentlichen Wortsinn, ohne sich auf zu drängen, ohne sich zu offenbaren. Inhaltlich meint man mehr Elan und weniger Resignation wahrnehmen zu können, wobei dieser Eindruck auch täuschen kann; angesichts der starken Textverschlüsselung. Scheinbar unzusammenhängende Gedanken werden aneinander gereiht und ergeben doch ein Gesamtbild, dass trotz aller Unverständlichkeit zu berühren vermag.
“Zu wissen, dass es besser wird reicht mir persönlich aus.” Einbahnstraße
Klanglich gibt es eine große Neuerung, denn was vorher nur von Kevin Hamann unter technischer Hilfe umgesetzt wurde, wird nun durch eine Band gespielt. Die Musik gewinnt dadurch an Dimensionalität, wenn man das bei Musik so nennen kann, lässt aber die Betonung auf den Texten selbst; drängt sich nicht in den Vordergrund. Der minimalistische Singer/Songwriter Stil der Vorgänger-Alben ist einem ausgepfeilten Indiepop-Gerüst gewichen und bringt so deutlich mehr Dynamik in ‘s Spiel, als man es bisher von ClickClickDecker kannte.
Umsetzungstechnisch also neue Wege, bei textlicher Beständigkeit. Eine gelunge Variante!
(VÖ 30.01.09 bei Audiolith)
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(T.resa)

















ich find das ein ganz großartiges album!! alles ist toll. toll. toll.