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Future Fluxus »Fuck The Universe And Say Yeah«

Tatort: Immergut-Festival 2009. Auf dem Dach eines kleinen Wagens einer EnergyDrink-Firma tummeln sich einige junge Männer. Die Stimme ist altbekannt: Thom Kastning. Der Rest ist unbekannt. Das tut dem zuerst nichts zur Sache. Denn die Songs von Kate Mosh sind mit Kastnings Stimme unverwechselbar. Doch die dicken Tränen kullern früher oder später trotzdem über die Gesichter des kleinen Publikums, dass sich in der Sommerhitze vor den Wagen drängt. Es ist das letzte Konzert von Kate Mosh, ein letztes Mal hat eine ausgewählte Audienz die Möglichkeit, die stilistisch besonderen IndieRock der Berliner Band zu hören.

Es wurde still. Nun meldet sich Kastning zurück. Mit neuer Band, neuem Namen, neuem Album. Alles neu? Nicht ganz. Denn der Sound ist noch immer ein unverwechselbarer. Was nicht zuletzt auch an der Stimme des Sängers liegen mag. Wer Future Fluxus‘ Debütalbum “Fuck the universe and say yeah” hört, darf durchaus seine Parallelen zum alten Projekt ziehen. Es klingt bekannt, schon dagewesen (“Peter Pan vs. Future Fluxus”), aber auch rauher, düsterer und wütender (“Darth Major”). Nicht zu verübeln, waren doch die vergangenen Monate – zumindest für Kastning – nicht gerade rosige Zeiten.

Future Fluxus darf der geneigte Lateiner mit der vergänglichen Zukunft übersetzen. Ob Zukunft sich also wie die Vergangenheit gestaltet, vergänglich wie Kate Mosh, wird sich erst zeigen. Mit “Fuck the universe and say yeah” ist Kastning und Co. vorerst ein Teil der Gegenwart. Erste Auftritte in Deutschland beweisen jedoch, dass er von seiner Live-Energie und seinem Charisma nichts verloren hat.

Nach hinten fortschreiten: Back to the future. Vielleicht darf man es auf diese Weise resümieren. Denn nicht nur klingt das Album teilweise wie der bittere, rauhe Anfang einer jeden IndieRock-Band, in diesem Fall Kate Mosh. Auch gestaltet sich das Album wesentlich ausgefeilter, instrumentaler und gewaltiger. Bleiben wir also im Heute und Jetzt, lassen das Universum da, wo es ist und lauschen lieber den Klängen der Zukunft. Yeah!

(VÖ: 18.03.2011/ Nois-O-Lution)

futurefluxus.de


(Koksi)

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