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La Fleur Fatale »Silent Revolution«

Der Sommer ist vorbei. Diese Tatsache wird uns nicht erst bewusst, seit uns braune, tote Blätter um die Ohren fliegen. Und jedes Jahr das gleiche Spiel. Doch nicht umsonst wird auch zunehmends von globaler Erwärmung geredet und wer kräftig dazu beiträgt ist eine junge Band aus Schweden. La Fleur Fatale. Sie etikettieren sich mit Psychedelic Rock, eine aussterbende Spezies in der Musiklandschaft.

Und in der Tat, die drei Herren können daran auch nichts ändern. Etwas “psychedelic”eskes zu hören, fällt mir nicht nur schwer, sondern beim besten Willen finde ich es nicht. Doch soll dies nun kein finales Urteil über ein Zweitlingswerk sein, das ansonsten geradezu vor Positivismus, Freiheit und Liebe protzt! Willkommen zurück in den 60er Jahren, der Zeit, als der Sommer noch Sommer war und man sich Blümchen ins Haar steckte. Es ist die (Wieder-)Entdeckung der Liebe zur Musik. Und genau dieses Gefühl schaffen La Fleur Fatale auf ihrem Werk “Silent Revolution” rüberzubringen.

Der passende Einsteiger “Mellow My Mind” bringt einen Vorgeschmack auf das, was da noch kommen mag. Knackige Akkorde treffen auf stilvoll, verquirlte Gitarren. Diese finden im nachfolgenden Song “Dare To Lick (Hunter’s Red Sleeve)” noch eine Steigerung, in dem der Song von Violine und gekonnten Choreinsätzen begleitet wird. Das Video zu dem Song könnte nicht besser diese sommerliche und frohlockende Stimmung beschreiben, die La Fleur Fatale damit verbreiten. “Releases The Colours In Me” besänftigt jede innerliche Unruhe und leitet mit einem eleganten Unwetter in “The Winding Stairs To Dawn” über, das nicht nur mein Favourit sein wird.

Die 12 Tracks auf “Silent Revolution” schaffen es in jeder ihrer Einzigartigkeit so viele positive Energien auszustrahlen, die sich auf den Hörer einfach übertragen müssen. Jeder Song, jede Minute lädt zum Träumen ein, Tagträumereien mitten in der Nacht, bei Wind und Wetter. Und wer dann denkt, es könne nicht besser werden, wird einen neuen Song für sich entdecken, der einen wieder dieses Gefühl vom Frisch Verliebtsein in den Bauch drängelt.

Das Album wird mit “La Fleur Fatale” beendet, ein Song, der wie der Opener vielversprechend war, resümiert über das Erlebnis, das man während der “Silent Revolution” hatte. Es führt uns ein letztes Mal zurück in die Zeiten der Hoffnung, als man noch der festen Überzeugung war, Musik könnte die Welt verändern. Schön diese Vorstellung. Verweilen wir doch ein bisschen in diesem Traum und drücken erneut auf Play.

(VÖ 02.10.2009 / Killer Cobra Records)
lafleurfatale.com
myspace.com/lafleurfataletheband


(Koksi)

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