L.E.G.O. Sputnik »Hand aufs Herz wenns …«
Sollte Marcus Wiebusch irgendwann nicht mehr sein und das Grand Hotel van Cleef alleine da stehen – hier kommt potentieller Nachwuchs. L.E.G.O. Sputnik kommen aus Chemnitz und sind einer von wenigen Beweisen, dass aus der drittältesten Stadt Sachsens nicht nur Schlechtes kommen muss.
In ihrer Debüt-EP “Hand aufs Herz wenns blutet, Decke drauf wenns brennt”, die am 23.04.2009 erscheint, klingen sie nach Hamburger Schule statt ostdeutscher Gemütlichkeit, nach Kettcar statt Karl Marx. Eingängige Gitarrenmelodien und zwischendurch ist es auch ohne Probleme tanzbar – gute (Indie)popmusik mit deutschen Texten, die sich nicht verstecken muss. In den fünf Songs geht es ums Scheitern, um das ewige Suchen nach sich selbst, um verpasste Chancen, verpasste Momente. Die Texte sind poetisch, vertrackt, aber wenn man genau hinhört, ist es gar nicht so schwer, sich darin wiederzuerkennen.
“Es ist ja nicht das Leben, das nach Antworten sucht | Zwei Schritte vor und dann drei wieder zurück | Man merkt doch viel zu selten, dass man wirklich älter wird. (…) Es wird doch nur Sommer, dass es Winter werden kann | Und vielleicht ist da doch irgendwas dran.” (“Danke für den Versuch”)
Und ob das nun pessimistisch oder doch nur realistisch ist, das muss jeder selbst wissen. Es ist auf jeden Fall ein bemerkenswertes kleines Debüt einer Band, die wohl manchen noch von ihrem großartigen Auftritt im Vorprogramm von Ghost Of Tom Joad in Dresden in Erinnerung geblieben ist. Wir sind gespannt, was da noch kommen möge.
(VÖ 23.04.2009)
myspace.com/legosputnik
(moneybernd)

















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