Sarsaparilla »Everyone Here Seems So Familiar«
Sarsaparilla ist Brandon Miller aus Philadelphia, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt und in seiner Freizeit wunderbare Folkperlen zusammenschustert. In Kürze erscheint sein viertes Album “Everyone Here Seems So Familiar”. Und wenn man Sarsaparillas Musik schon einmal gehört hat, wird einem das neue Album auch vertraut vorkommen. Vertraut schön.
Vierzehn Titel zwischen Melancholie und Aufbruch, Singer/Songwriter und Pop, zwischen laut und leise. Mit “Hunt” hat er eigentlich schon den besten Track der Platte am Anfang verpulvert. Eine kleine Folkmelodie, die im Kopf hängen bleibt und an die man sich auch am Ende eines Tages noch erinnert. Es braucht eben manchmal nicht mehr als eine Gitarre und eine schöne Stimme.
[mp3 url="http://kabelblume.de/wp-content/uploads/2011/01/sarsaparilla-everyone_here_seems_so_familiar-01_hunt.mp3"]Sarsaparilla – Hunt[/mp3]
Hier und da bekommt er Hilfe von Freunden, Bekannten, Weggefährten. Dann kann es schon mal passieren, das ein Song zu einem rockigen Ungestüm wird, das so gar nicht zu den anderen passen will, es aber trotzdem immer irgendwie tut. “Radio Moscow” ist so ein Ausbrecher des Albums. Größtenteils aber bewegt sich das Album in eher ruhigen Gewässern. Eine Platte zum Sonntagmorgen im Bett liegen bleiben und den Tag zu vertrödeln.
Ganz und gar großartig auch “Seduce”. Im Hintergrund zischt und knarzt es hier und da, langsam bahnt sich ein fast schon jazziges Schlagzeug den Weg in die Ohren, wenn man die Augen schließt, ist man am Meer. So befreit, so leicht erscheint der Song. Und wenn dann die Trompeten aufspielen, will man auf den Wellen dahintreiben. Ja, das ist es. Sarsaparilla als Sonntagssoundtrack zum Dahinträumen, Sarsaparilla als vertonte Melancholie der Großstadt mit dem Hang zur Ruhe.
(VÖ 21.01.2011 via Revolver Distribution Sevices)
www.myspace.com/sarsaparillamusic
(moneybernd)

















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