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Get Physical | Der Name ist Programm

Berlin / Prenzlauer Berg. Hier wird der Clubsound produziert der um die Welt geht. Ein junges und sympathisches Berliner Elektro – Label hat es geschafft. Nach nur sechs Jahren harter Arbeit haben sie sich mit einem unverkennbaren Sound ihren eigenen Platz auf der Tanzfläche gesichert.


“The name says it all: Get Physical tracks could hardly be more moving and corporeal”. So beschreibt sich das Label selbst. Und es hat Recht, der Get Physical Sound bewegt ungemein. In einer minimalistisch – ästhetischen Kombination verschmelzen hier futuristische Motive mit extrem eingängigen Beats. Die Disco Atmosphäre wird dabei abgerundet durch ein unverwechselbares Glam – Pop Appeal, welches den Sound so beliebt macht und ihn unaufhaltsam auf die Erfolgsspur katapultierte.

Dabei ging es den Machern von Get Physical bei der Gründung des Labels in erster Linie gar nicht darum überaus erfolgreich zu werden und viel Geld zu verdienen. Denn das hatten sie schon alle hinter sich. 2002 wird das Label von sechs verschieden Menschen gegründet, die alle schon in ihren ganz eigenen musikalischen Bereichen erfolgreich waren. Die Gründung von Get Physical sollte vielmehr eine Absage an die großen Mainstream – Label sein und die Möglichkeit bieten, die Musik zu produzieren, die ihnen wirklich am Herzen lag.



Als Gründungsväter hätten wir da zunächst Walter Merziger und Arno Kammermeier aka Booka Shade die in Personalunion Produzenten und musikalisches Aushängeschild des Labels sind. Genauso verhält es sich mit Philipp Jung und Patrick Bodmer die das erfolgreiche DJ-Duo M.A.N.D.Y. bilden. Hinzu kommt noch Thomas Koch (DJ T.), der bis 2004 das populäre Musikmagazin “Groove“ leitete und Peter Hayo, der mit Booka Shade schon seit über 15 Jahren zusammenarbeitet und Musik macht.

Eine außergewöhnliche Kombination also. Da möchte man schon fast meinen, dass bei einer Label – Leitung von sechs verschiedenen Leuten doch gar keine gemeinsame Linie herauskommen kann. Aber im Fall von Get Physical ist es genau umgekehrt. Die vielen verschiedenen Hintergründe und die langjährigen Erfahrungen im Musikbusiness verschmelzen zu einer Label Philosophie, die auf Unabhängigkeit, Spaß und Selbstverwirklichung beruht. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Get Physical wurde 2005 vom Dance – Magazin “DJ Mag“ zum Label des Jahres gekürt und auf digitalen Music Stores wie Beatport oder iTunes gehört das Label heute zu den Meistverkauftesten. Und auch die Label – Artists wie Booka Shade und M.A.N.D.Y. touren in den angesagtesten Clubs um die Welt.

Doch trotz des derzeitigen Erfolges haben sich die Get Physical Köpfe bis heute nahezu keinen großen finanziellen Gewinn ausgezahlt. Alles fließt zurück ins Label. Eine starke Struktur sei wichtiger. Standen am Anfang nur Vinyl Releases von Get Physical eigenen Mitgliedern umfasst die Palette heute 14 verschiedene internationale Künstler. Neue Styles werden ausprobiert und auch das CD Format wurde ausgebaut. Mit Künstlern wie Nôze werden ganz neue Stilrichtungen erprobt. Eine teilweise verrückte Mischung aus gutem Elektro und osteuropäisch anmutenden Folklore Klängen à la Wladimir Kaminers Russendisko bietet zum Beispiel dieses Spaß – Duo.

Man darf also gespannt sein was wir in Zukunft noch von Get Physical erwarten können. Das Label ist auf einem guten Weg. Es wird sich zeigen, wie sie mit ihrem ständig wachsenden Erfolg umzugehen wissen, denn sich diesem entziehen können sie leider nicht.

physical-music.com


(skywalker)

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  • 1 Kommentar

    1. ach wie geil! ich liebe dieses label. vielen dank für das portrait! booka shade ist ein traum! :)

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