Cocoon | Review
13.05.2010 – Köln, Blue Shell
Ein frischer Frühlingsabend befindet sich in Köln. Bereits als die Türen noch geschlossen waren, tummelten sich die ersten Fans von Cocoon vor dem Blue Shell. Hier und da wurde französisch gesprochen. Diese Gelegenheit, die Band in so intimem Kreis live erleben zu können, lassen sich viele nicht entgehen. Es mag gar den Anschein haben, dass der überwiegende Anteil des Publikums aus kleinen französischen Mädchen besteht, die gebannt vor der Bühne stehen. Die wesentlich entspannteren deutschen Gäste tummeln sich dagegen lieber an der Bar herum.
Um kurz nach 21 Uhr betreten die Beiden die Bühne. Mark Daumail und Morgane Imbeaud begrüßen die Anwesenden in ihrem süßesten Englisch mit französischem Akzent, den man sich nur wünschen könnte. Im Gepäck haben sie ihr Debütalbum “My Friends All Died In A Plane Crash”, aber auch ein paar neue Songs aus dem kommenden Album, dass eines über das Meer und das Leben darin werden soll. Warum weiß Daumail auch nicht. Er fühlte sich eben danach.
Da treffen nun diese folkig melancholischen Melodien auf diese teils verstörenden Lyrics. Man ist überrascht und man muss schmunzeln. “Chupee”, “Vultures” oder “Hummingbird” – sie alle schaffen es in sekundenschnelle die Herzen und Ohren des Publikums zu erfreuen. Es wird gejubelt, wenn man jubeln darf. Es wird mitgesungen, wenn mitgesungen werden soll. Großartig geklappt hat das an dieser Stelle beim Cover “Hey Ya” von Outkast. Wie ein kleiner Gospelchor singen die Mädchen und Jungen zunehmends begeistert mit. Trotzdem hätte ich gerne auch die Vollversion von Tokio Hotel‘s “Monsoon” gehört, die Cocoon ebenso auf Lager hatten, aber dann doch abgebrochen haben.
Und die Beiden waren selbst hoch motiviert, machten Scherze. Alles in allem war es ein rundes Gesamtpaket. Mit einem Lächeln holt man sich noch ein Bier, blieb zur After-Party oder ging hinaus in die kühle Frühlingsluft.
myspace.com/listentococoon
(Koksi)

















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