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Coldplay | Review

coldplay-705392.jpg//16.06.08 / Carling Academy Brixton, London
Brixton ist aufgrund seiner hohen Kriminalitätsrate nur bedingt der Ort, an dem man sich abends aufhalten möchte. Wenn man jedoch Tickets für eine Exklusivshow einer der größten Bands, die diese Generation hervorgerufen hat, gewonnen hat, sieht das alles schon ganz anders aus.

So warte ich nun an diesem Abend vor der Carling Academy auf die obligatorische Taschenkontrolle. Die Frage, ob sich irgendwo in den Abgründen meiner Handtasche Kaugummis verstecken, wird dabei nicht ausgelassen. Es ist 20:00 Uhr und ich such mir im hinteren Teil der Halle einen Platz, um einen besseren Überblick über das bunte Treiben zu erhalten. Jon Hopkins steht bereits auf der Bühne und begeistert mit elektronischen Klängen, die sich irgendwo zwischen Faithless, Massive Attack und Daft Punk bewegen.

Man kann die Nervosität und Vorfreude auf das, was da noch kommen wird, förmlich riechen. Nach drei langen Jahren haben Coldplay mit Viva La Vida Or Death And All His Friends ein Album veröffentlicht, das sowohl Fans, als auch die Kritiker in Entzücken versetzt.

Kaum haben Chris Martin und seine drei Kumpanen einen Fuß auf die Bühne gesetzt, ist die Halle mit einem Zauber umhüllt. Man sieht Freude in die Gesichter steigen, hört Mädchen jubeln. Arme fliegen in die Luft und vor mir baut sich ein Meer von Digitalkameras auf. Auch wenn Coldplay an diesem Abend ihr neues Album promoten wollen, dürfen Hits wie “In My Place”, “Trouble”, “Fix You” und “Clocks” nicht fehlen. Als die Band dann “Yellow” in akkustischer Form anstimmt, würde ich am liebsten die ganze Welt umarmen. Ein weiteres Highlight steht an, als Drummer Will Champion sich als Frontsau versucht. Gewachsen ist er dieser Rolle jedoch noch nicht und konzentriert sich lieber weiterhin auf sein Schlagzeug. Obwohl das neue Album erst seit wenigen Tagen käuflich zu Erwerben ist, ist das Publikum schon recht textsicher bei Songs wie “Viva La Vida” und “Violet Hill”.

Was für ein Gefühl muss das sein, wenn einem direkt zu Beginn bereits 5000 Stimmen entgegenrufen “If you love me won’t you let me know?”.

Wie so oft übernimmt Sänger Chris Martin die Rolle des charmanten Weltverbesserers, der versucht, mit seiner Musik die Erde in einen schöneren Ort zu verwandeln. Als zum Ende des Konzertes Papierschmetterlinge durchs Publikum fliegen, weiß ich, dass er zumindest für diesen Augenblick seine Mission erfüllt hat.

(Text: Ann Gilles)

coldplay.com
myspace.com/coldplay


(Koksi)

  • Keine(r)
  • 3 Kommentare

    1. Ich habe das ja noch vor mir am 14. September. Und ja, ich freue mich, aber: “Viva La Vida Or Death And All His Friends ein Album veröffentlicht, das sowohl Fans, als auch die Kritiker in Entzücken versetzt.” ???

      Sind wir doch mal ehrlich: Klar, nettes Album. 2 Schöne Singles. Aber eindeutig Coldplays schlechtetes!

    2. verzuecken tuts die presse hier im UK trotzdem – hYpe!!! ;)

    3. Persoenlich fand ich ja “X&Y” um Laengen schlechter.
      Aber das ist ja alles Geschmackssache. ;)

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