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Enter Shikari | Review

22.01.2010 - Dresden, Beatpol.
-KLATSCH KLATSCH KLATSCH- Die Shikaris enterten den Beatpol und es darf getranced werden! In den fast ausverkauften heiligen Hallen zu Dresden Briesnitz eröffnen die schottischen Newcomer von Twin Atlantic den Reigen. Die ersten Tanzbeine werden warm geschwungen und die zweiten oder dritten Biere bestellt. Das erwartungsgemäß sehr junge und gut gelaunte Publikum ist bunt gemischt, von der Discoqueen zum Emogirl, von den Dorfmetalern zum sportlichen 2stepper. Nach kurzer Umbau-/Raucherpause füllt sich die Bühne mit Nebel und ein blaues Licht tut das, was blaue Lichter am besten können: es leuchtet blau.

Die Mannen um Roughton “Rou” Reynolds stürmen fröhlich (und sympathischerweise Staropramen-trinkend) die Bühne und werden ebenso happy begrüßt, der Nebel lichtet sich und die Trancecoremischung aus rave-beladenen Synthies und krachenden Post-Hardcoreelementen knallt in den Raum. Rou stellt seine Deutschkenntnisse unter Beweis „Wir sind Enter Shikari“und eine gute Stunde Party, Tanz und Happiness nimmt ihren Lauf. Ein kurzer Versuch des Publikums die Bühne zu entern wird von der Security nur dank der Intervention der Band nicht verhindert, also bleibt es bei Crowdsurfs, 2steps ein bisschen Mosh und viel Disko. Die Bewegungswut wird nochmal gesteigert als mit „Enter Shikari“ die ersten Töne des bekannteren Debutalbums erklingen – And still we will be here, standing like statues. Während die Shikaris gewohnt standhaft bleiben kann man selbiges von der Grabenbarriere nicht behaupten, die hält der Energie im Publikum nämlich nicht so richtig stand. Nach kurzer Unterbrechung und geballtem Krafteinsatz der Securities, steht die Barriere jedoch schnell wieder und ab diesem Zeitpunkt geht es ohne technische oder logistische Schwierigkeiten durch’s Programm, durch das fast komplette “Common Dreads” mit gelegentlichen Schmankerln von “Take to the Skies” durchsetzt, eine feine Mischung!

Das Publikum tanzt mit einer einzigen Unterbrechung: als Reynolds zur Akustikgitarre greift schwingt die Stimmung kurz ins Balladeske ab. Allerdings merken auch die Dudes auf der Bühne schnell, dass es dann nur zu Teenagerliebeleien und Knutschorgien kommt und greifen schnell wieder zu den elektrischen Instrumenten. Sichtlich gut gelaunt, stagedivend und scherzend leiten sie musikalisch durch einen gelungenen Abend, natürlich nicht ohne „Sorry you’re not a winner“ und gefühlte 3 Millionen Klatschehändchen, welches sie sich aber für die Zugabe aufheben. Nach dem Konzert lässt sich die Band dann wie versprochen noch zur After Show Party im Rosies blicken und trinkt noch ein paar Bier um den Abend gemütlich zu Ende zu feiern.

Einziger bitterer Nachgeschmack bleibt die Absage von Story of the Year aber da können die Jungs aus St. Albans nun wirklich nix dafür.

beatpol.de

myspace.com/entershikari


Dieser Beitrag stammt aus der kreativen Feder von: vattex


(apfelzimt)

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