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OK Go | Review

25.01.2010 - Köln, Werkstatt
Synthies, Schlagzeug, Glocken, Piano, Gitarren sammeln sich vor einer Leinwand, die abwechselnd 70er Jahre Tapetenmuster darstellt. Und natürlich wird auch gleich diskutiert, welches Muster denn am besten ins Zimmer passen würde. Ist ja wieder trendy alles. Es ist Zeit für OK Go. Ihr einziges Konzert in Deutschland zelebrieren sie in der Kölner Werkstatt.

Nicht umsonst bezeichnet Sänger Damian Kulash das Publikum auch mal als ganz “Germany”. Das Quartett ist gut gelaunt. In Schlips und kragen präsentieren sich die Herren aus Chicago. Eingestiegen wird mit ihrem - ja fast schon Klassiker “Get Over It”, dass zwar 2002 veröffentlicht wurde, aber zumindest kurzzeitig noch einmal die 90er Jahre aufleben lässt. Den Song an den Anfang des Sets zu setzen ist schlau gewählt. Ohne Vorband erscheint das Publikum noch etwas steif.

Doch ändert sich dies nach und nach. Zwar gibt es kene spektakuläre Choreographie, wie man sie aus den Videos kennt und worauf so einige auch sicherlich gehofft haben. Zur Wiedergutmachung hat OK Go sich dafür einiges einfallen lassen. Sei es “Here it goes again” als Glockenspiel, unplugged und mit leicht unterschwelliger Belustigung über die Kirche. Balladen werden kurzerhand inmitten der Besucher gespielt, wobei Kulash sich nach jeder Strophe wie ein Lemming dreht, damit denn alle etwas davon haben.

Highlight des Abends soll die Zugabe werden, die eher einer zweiten Hälfte des Sets entspricht. Mit LED bestückten Glitzerjackets meldet sich das Quartett auf die Bühne zurück. ‘O-K-G-O’ ergeben die Jacken natürlich. Im Blitzgewitter kommen plötzlich PLüschfellgitarren zum Einsatz, die daraufhin ihre grünen und roten Laserstrahlen losfeuern. Der Spaß der Band überträgt sich auf das Publikum. “WTF?” passt mit seinen dicken Synthies in eben diese glamoröse wie pornöse Stimmung hinein. Spätestens jetzt jubelt und feiert die Werkstatt, als würde es keinen Morgen geben. Gemeinsam wird bei bei “This Too Shall Pass” gesungen. OK Go mutieren zu Chorleitern. Der Schnauzer von Bassist Tim steht und fällt mit dem Gefallen der gesanglichen Kompetenz der Besucher. Welch ein Anblick.

Großartig. Das einzige Konzert in Deutschland für Monate. Etwa 350 Besucher wie ich sind froh, Teil dessen gewesen zu sein. Zur Erinnerung gibt’s noch ein Foto, von der Band gemacht, auf Facebook.

okgomusic.de
okgo.net
myspace.com/okgo


(Koksi)

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