Portugal. The Man | Review
10.08.2010 – Dresden, Beatpol.
Dass es voll wird, wenn Portugal. The Man kommen, das war klar. Bis in die hinteren Reihen drängen sich die Menschen dicht an dicht, es fühlt sich an wie ausverkauft. Man sieht erstaunlich viele junge Gesichter neben den alteingewachsenen und immer irgendwie dabeiseienden Portugal. The Man Fans, die bereits bei der Vorband die ersten Reihen für sich eingenommen haben.
Apropo Vorband: Plants and Animals aus Kanada passen wohl bei keiner anderen Band als Portugal. The Man so perfekt in den Supportslot. Auch weil sie musikalisch deutlich an die Alaskaer erinnern. Und das gefällt dem Publikum selbstverständlich, so dass schon zur Hälfte der Vorband die Tanz- und Schwitzrate so hoch liegt, wie bei anderen Konzerten nicht mal am Ende der Show. Lange spielen sie, fast eine Stunde. Zu recht.
Dann: Portugal. The Man. Das Drängen in den ersten Reihen wird dichter und dichter. “My Mind” als Opener, schon gleicht der Beatpol einem kleinen Chor, textsicher bis in die fast hintersten Reihen. Es ist jedesmal eine kleine Hypnose-Show, die sie da abziehen. Während Bassist Zach Carothers sich in semiakrobatischen Bewegungsan- bzw. Ausfällen verliert, bleibt der Rest der Band eher konzentriert, dennoch euphorisch in die Musik vertieft.
Ein Querdurchlauf durch die Alben der Alaskaer später, knapp zwei Stunden Psychedelic-Funk-Rock-Irgendwas und eine Menge durchtanzter Beine später verlassen sie die Bühne. “People Say” als Abschluss vor dem Abschluss. Portugal. The Man wären aber nicht Portugal. The Man, würden sie nicht mindestens zwei Zugaben spielen. Machen sie dann auch. “AKA M80 The Wolf” und das ganz und gar großartige “1989″ zum endgültigen Abschied.
Portugal. The Man haben wieder mal alle Erwartungen erfüllt, es wird einfach von Show zu Show und von Album zu Album immer besser. Geht gar nicht anders, diese Band kann einfach nicht schlecht sein.
(moneybernd)

















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