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Shearwater | Review

07.08.2010 – Dresden, Beatpol.

Thor Harris läuft durch den Beatpol, schon von weitem deutlich erkennbar. Vor der Bühne kauert Nils Frahm vor seinem E-Piano und ist bereits voll in seinem Element. Versunken in Moll, um ihn herum eine Traube Menschen, sitzend, nur wenige stehen am Rande und starren vor sich hin. Er singt nicht, das Klavier allein macht alles. Er bedankt sich leise, kaum merkbar und nach einer Dreiviertelstunde nimmt er seinen Rucksack und geht. So als wäre nichts gewesen. Das Klavier wird fortgetragen und weg ist er, der Nils.

 

Stille im Beatpol. Der Moment zwischen dem Ende des Konzertes und dem Aufklingen der Pausenmusik fühlt sich länger als gewöhnlich an. Dann langsam kehren die Gespräche zurück, auf der Bühne bauen Shearwater ihr Equipment auf. Und dann geht es auch schon los. Erhaben schwebt die Stimme von Jonathan Meiburg über allen. Es ist eine gestandene Rockband, die da auf der Bühne steht, weitaus konzentrierter und fast schon routinierter als noch vor zwei Jahren. Thor Harris wirkt, wenn er Glockenspiel spielt, wie ein zu groß geratenes Kind, ein ziemlich eigenartiger, dennoch ziemlich schöner Anblick. Dieser Wikingertyp, der auf das niedlichste Instrument der Welt einglöckelt.

 

Shearwater ist englisch und heißt soviel wie “Großer Sturmtaucher” ein Wasservogel. Diesem Namen macht die Show alle Ehre – mal leicht und filigran vor sich hin plätschernd, mal laut und energisch voranpreschend. Ausgewogen, abwechselnd. Einzige Konstante ist wohl die Stimme von [ ... ], leicht zitternd, doch bestimmt, laut und wegweisend.

 

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beatpol.de


(moneybernd)

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