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The Asteroids Galaxy Tour | Review

14.12.2008 – Studio 672, Köln
Im charmant kleinen Studio 672 des Kölner Stadtgartens fanden sich etwa 100 Leute zusammen um einen ganz galaktisch abgedrehten Abend zu verbringen. The Asteroids Galaxy Tour aus Kopenhagen sind in Deutschland unterwegs um ihre “The Sun Ain’t Shining” EP sowie die neue Single “Around The Bend” vorzustellen.

Aber nicht nur die Dänen, sondern auch Vorband The Menagerie waren irgendwie vom anderen Stern. Das Four-Piece aus Leverkusen-Opladen, wo es nach Aussage des Sängers wohl ziemlich langweilig sein muss, verwirrten mit psychedelisch oder gar irgendwie tropisch klingender Popmusik. Abgelenkt wurde der ein oder andere sicherlich auch von dem fortwährenden Drang des Sängers, seine Haare zu bändigen, die erfolgreich gegen die Schwerkraft arbeiteten und in alle Richtungen abstanden – wirklich beeindruckend. Musikalisch hängen geblieben ist mit einem der finalen Songs – “What I Do” – leider ziemlich wenig, was vielleicht auch an dem nicht einwandfreien Sound lag, mit dem die Band kämpfen musste.

Cool und lässig mit 80er Pornobrille und Glitzerjäckchen betritt kurze Zeit später die zuckersüße Sängerin und Teilzeitclown Mette Lindberg mit ihren fünf Jungs die kleine Bühne. In dem Laden ist aber auch alles klein gewesen. Kleine Bühne, kleiner Raum, kleine Bar. Dafür war der Sound aber umso größer. Mit Trompete, Saxophon, Rassel und noch viel mehr Klimbim erklang ein funkiger Popsound, der zum Tanzen einlud. Animiert fühlte sich die Zuhörerschaft aber eigentlich erst zum Schluss. Bekanntlicherweise ist das Szene-Publikum Kölns ja schwer zu beeindrucken und lässt erst zum Finale die Hüften schwingen um über ihren Schatten der “Ich Tanze Nicht”- Coolness zu springen. The Asteroids Galaxy Tour blieben davon aber ebenso ziemlich unbeeindruckt und steckten mit ihrer guten Laune zumindest die ersten Reihen an.

Ob “Around The Bend” – der Song aus der iPod-Werbung, wegen der mindestens die Hälfte der Anwesenden überhaupt auf die Band erst aufmerksam wurde, oder auch “The Sun Ain’t Shining” von der gleichnamigen EP – die Songs sprühen nur so vor Energie. Es macht Spaß der Band zuzugucken, wie alles zusammen funktioniert. Wer einen Patzer hat, kriegt statt bösen Blicken eher ein breites Grinsen als Antwort. Die Band funktioniert zusammen, egal wer gerade welches Instrument spielt.

Auch ohne Zugabe sah der größte Teil des Publikums zufrieden gestellt aus. Kritiken, das Konzert sei zu kurz gewesen, sind unangebracht. Da es die Band ja gerade einmal seit einem Jahr gibt, wurde das Repertoire, über das die Band verfügt, auch rauf und runter gespielt. Wir können also gespannt sein auf ein hoffentlich bald erscheinendes Album mit ganz viel guter Laune und abgespactem Tanzstil von der Bühne. Bis dahin nehmen wir vorlieb mit dem, was wir bekommen – guter Musik auf den EPs.

theasteroidsgalaxytour.com
myspace.com/theasteroidsgalaxytour


(Koksi)

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