The Dodos | Review
29.11.2009 – Köln, Studio 672
Sonntag Abend. Trotz des bescheidenen Wetters finden doch noch allerhand verschiedene Zuschauer den Weg ins Studio. Dies ist nicht nur den Dodos mit ihrem San Francisco Sound zu verdanken. Auch der Supportact lockt den einen oder anderen in den Kölner Stadtgarten.
Megafaun sind drei vollbärtige Herrschaften aus Amerika. Ganz in ihrer eigenen Welt versunken bieten sie den Anwesenden einen abwechslungsreichen Mix aus Country, Post-Punk und Melodramatik. Das Banjo scheint die neue Ukkulele der Popmusik. So ist jenes Instrument auch auf dieser Bühne nicht wegzudenken. Sehr melodische Träume knallen auf teils absurd verstörende Jam Session-artige Stück, um nur kurz danach wieder in eine Nebelschwade zu verschwinden.
Ein Gänsehautmoment der spontanen Art soll der letzte Song werden. Denn den spielen Megafaun inmitten des Publikums, ohne Mikro, ohne Verstärker. Nur sie, ihre drei harmonischen Stimmen und ein paar Zupfinstrumente. Ein vielversprechendes Trio, von dem man sicherlich noch so einiges hören wird.
Nach kurzer Umbaupause geht es gitarrenlastig, aber in einer ganz anderen Sphäre mit den Dodos weiter. Die jungen Männer aus Kalifornien bieten den perfekten Einstieg mit einem ihrer gröten Hits – “Fools”. Damit machen sie nicht nur mich glücklich sondern lassen auch den Rest des Publikums hochjauchzend applaudieren.
Es ist ein Song, der der Band eine Rundumbeschreibung gibt, was die Band ausmacht und wofür ihre Musik steht. Es sind die treibenden Beats, die hackigen aber trotzdem eingängigen Gitarrenriffs sowie der Gesang von Meric Long. Er ist einfach gehalten, aber gerade deswegen sind die Songs in einem Set abgerundet. Esperimente sind eherdie Seltenheit. In ihrer jungen Geschichte der Band sind sie ein perfekt auf einander abgestimmtes Trio geworden. Hier sprechen Stil und Talent für sich.
Das Publikum dankt es ihnen, indem sie sich gänzlich der Musik hingeben. Kaum sind anderweitige Gespräche zu vernehmen, hier und da wird geflüstert, welcher Song als nächstes kommen könnte, sollte oder dürfte. Etwas lauter werden Wünsche geäußert, es wird gelacht. Auch die Herren von Megafaun genießen die angeregte Stimmung aus dem Club und tanzen bis zum Ende hinter der Theke sogar ihre Namen. Wenn das mal nichts ist. Ein wundervoller Abend.
dodosmusic.net
myspace.com/thedodos
megafaun.com
(Koksi)

















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