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Wild Beasts | Review

17.04.2010 – Köln, Gebäude 9
Noch vor der Location belustigen wir uns über die Aschewolke, die hier unten niemand merkt. Stattdessen wird sich über Sonnenbrand beklagt, so stark kann die Asche in der Luft ja dann doch nicht sein. Beim Eingang dann aber die böse Überraschung. Denn aufgrund unserer belachten Wolke fällt der großartige Support-Act Peter von Poehl aus, der in München fest sitzt.

Das ist ziemlich bitter, denn wie man hört, kommen einige nicht nur wegen den Wild Beasts, sondern eben auch wegen dem Schweden, der anderen vielleicht auch durch die Alpina Weiß Werbung bekannt sein dürfte. Nun, sei es drum, vielleicht spielen die Herrschaften der Wild Beasts ja dann länger. An der Bar noch ein Getränk geholt, geht es in der Tat etwas früher los. Schüchtern und zurück haltend kommen lediglich Hallo’s und Danke’s von der Bühne. Andererseits geht das Quartett in ihrer Musik völlig auf.

Mit der besonderen Falsettstimme von Hauptsänger Hayden Thorpe und der Tenorstimme seines Kumpanen Tom Fleming schaffen sie eine ganz außerordentliche Stimmung. Ihr leichter Gitarrensound zaubert ein Lächeln auf jedes Gesicht. Eröffnet wird mit “Fun Powder Plot”, der mit seinem langen Intro in perfekter Harmonie zum Sternenhimmel an der Wand steht. Ob neue oder alte Songs – sie alle schmiegen sich harmonisch in den Abend ein. Nicht zu laut, nicht zu leise sind die Töne von Songs wie “Brave bulging buoyant clairvoyants”, “We still got the taste dancin’ on our tongues” oder “The devil’s crayon”.

Die obligatorische Zugabe enthält “Hooting & Howling”, die Single, mit der sie irgendwie ihren Durchbruch hatten. Es wird gejubelt und getanzt und mitgesungen. Dann scheint alles vorbei. Großartig aber doch sehr kurz. Man begibt sich zur Bar. Große Fans bleiben stehen und jubeln eine erneute Zugabe herbei. Und man mag es kaum glauben, doch diese kommt nach fünf Minuten sogar. “Cheerio chaps, cheerio goodbye” bildet den perfekten Abschluss. All diejenigen, die noch nicht gegangen sind, strömen wieder hinein.

Nun ist man endgültig zufrieden. Wild Beasts – wie immer noch nicht wild, dafür aber gekonnt in Szene gesetzt und klassisch rockig bis zum Abwinken.

wild-beasts.co.uk
myspace.com/wildbeasts


(Koksi)

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